An der Walkmühle / Walkmühlenstraße


Die Straße "An der Walkmühle" erhielt im Jahre 1915 ihren Namen.
Die "Wahlmühlenstraße" ist schon im letzten Jahrhundert entstanden. Sie trug seit 1891 zunächst die Bezeichnung "Grenzstraße". Im Jahre 1915 wurde sie umbenannt in Walkmühlenstraße.
Beide Straßen sind nach der bereits 1446 erwähnten Walkmühle benannt, die von der Berne angetrieben wurde. - Mit dem Walken, dem Schlagen nasser Tücher, wurde das Verfilzen der Gewebe erreicht.
Wahrscheinlich wurde die Mühle zeitweilig auch als Schmiede genutzt. Man vermutet dieses, weil in einer Urkunde des Borbecker Pfarrarchivs 1687 der Meister Johan Kappert genannt wird, der zwecks Reparatur einen eisernen Anker durch den Schornstein geführt hat.
1770 ging die Walkmühle in den Besitz von Helene Amalie Krupp geb. Ascherfeld über. Sie übergab das etwa 1 ha große Anwesen ihrem Enkel Wilhelm Krupp, der es wiederum im Jahre 1810 an seinen Bruder Friedrich veräußerte. Dieser legte 1811/12 auf der Walkmühle eine Stahlschmelze mit Hammerwerk an. Die Walkmühle stellt somit die Keimzelle der Kruppschen Gussstahlfabrik dar. Bis 1839 blieb sie Kruppscher Besitz.
Heute erinnert noch ein Gedenkstein an den historischen Ort.